Buchempfehlung: Die Macht der Gewohnheit

Zur Zeit arbeite ich an einem längeren Artikel, zu dem mich das Buch inspiriert hat, das ich euch hiermit kurz vorstellen möchte. In „Die Macht der Gewohnheit – Warum wir tun, was wir tun“ von Charles Duhigg geht es um Gewohnheiten – wie sie entstehen, welche Mechanismen zugrunde liegen und wie man sie verändern kann.

Zum Inhalt

Anhand einiger anschaulich beschriebenen Fallbeispiele führt Charles Duhigg durch den wissenschaftlichen Stand bezüglich Gewohnheiten und wie diese positiv genutzt werden können. Das Buch ist dabei so aufgebaut, dass in drei Teilen die Gewohnheiten von Individuen, organisationelle Gewohnheiten und schließlich die Gewohnheiten ganzer Gesellschaften erläutert werden.

So erfährt man unter anderem am Fall des Amnesie-Patienten Eugene Pauly und dem Erfolg der Pepsodent-Zahncreme, das Auslösereize eine Rolle beim Entstehen von Belohnungen spielen und das Belohnungen für die Festigung von Gewohnheiten sorgen. Am Beispiel von Star Bucks, Alcoa und dem Rhode Island Hospital erfahren wir über Gewohnheiten in Organisationen und was es mit Schlüsselgewohnheiten auf sich hat – und schließlich geht es im dritten Teil um die Entstehung von Bewegungen und der Neurologie des freien Willens.

Letztlich wird im Anhang erläutert ob es ein Patentrezept für die Änderung von Gewohnheiten gibt oder nicht und wie man Gewohnheiten ändern kann.

Meine Meinung

Die Kurzfassung: Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, auf Nicht-Wissenschaftler zugeschnitten und bietet einen guten Einstieg in die Thematik.

Ich bin auf das Buch gestoßen, weil es in einem GTD-Podcast erwähnt wurde, in dem David Allen und der Autor des Buches sich über Kosten und Nutzen unserer tagtäglichen Vielzahl an Entscheidungen unterhalten.

Mir erscheint der Gedanke logisch, der meiner Auffassung nach der Grundgedanke vieler Werke im Bereich Selbstmanagement ist, wonach Gewohnheiten einen entscheidenden Anteil daran haben, ob wir mit unserem Tun erfolgreich sind oder nicht. Und so erhoffte ich mir von dem Buch ein etwas besseres Verständnis von Gewohnheiten.

Diesem Anspruch wird das Buch meines Erachtens gerecht. Das Buch liefert einen guten Einstieg in die Thematik und macht dabei den Eindruck auf guter Recherche zu basieren und somit tatsächlich den Wissenschaftsstand widerzuspiegeln. Zahlreiche Fußnoten beinhalten Quellenverweise und zusätzliche Erläuterungen, die diesen Eindruck untermauern und Anhaltspunkte für weiterführende Literatur liefern.

Anmerkung: Ich hab das Buch in der Kindle-Edition gelesen, nehme aber an, dass diese sich inhaltlich nicht vom Taschenbuch unterscheidet.

Ein Gedanke zu „Buchempfehlung: Die Macht der Gewohnheit

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