Buchtipp: 24 Work Hacks

Kann ein komplett agil und lean aufgestelltes Unternehmen erfolgreich sein? Sipgate ist so ein Unternehmen – und ja, es scheint zu funktionieren. Heute erscheint das Buch „24 Work Hacks“ und gibt einen Einblick in das, was bei Sipgate funktioniert. Glücklicherweise konnte ich gestern schon einen Blick rein werfen.

Wer sich im deutschen Raum mit agilen Methoden, Lean Thinking und Co. Beschäftigt, stößt schnell auf Sipgate. Denn der TK-Anbieter ist die Antwort auf die Frage der Skeptiker, ob das denn überhaupt funktionieren kann mit diesem lean und agil. Dort hat man 2010 mit Scrum angefangen, seit dem viele weitere, interessante Praktiken eingeführt und sogar erfunden – und scheint damit sehr gut zu fahren.

Büroführung in Buchform

Das nun erscheinende Buch soll nach der im Blog von Corinna Baldauf, der Mitautorin des Buchs, eine Führung durch die Büroräume von Sipgate in Buchform gießen.

Das braucht vielleicht Erklärung für diejenige, die es noch nicht wissen: In den Sipgate-Büros finden öfter verschiedene Veranstaltungen statt, bei denen auch Führungen angeboten werden. Dort erzählen Mitarbeiter viel über die Arbeitsweise und Besonderheiten des Unternehmens. Man merkt: Hier ist man stolz auf das Erreichte und zeigt es gern.

Das Buch erfüllt diesen Anspruch durchaus, denn im Grunde bietet das Buch Inspiration, die man quasi im Vorbeigehen mitnehmen kann.

Ganz ähnlich habe ich die Führung wahrgenommen, die ich bei der Lean DUS mitgemacht habe, wo man von „Station“ zu Station unter anderem von Kunst im Büro, Peer Recruiting, der Anwendung nicht nur einer sondern gleich verschiedener agilen Methoden und dem firmeneigenen Restaurant erfährt. Man denkt sich stellenweise „Aha? Ja klar, wieso nicht?“ und vielleicht sogar „Das könnten wir doch auch mal probieren.“

Das Buch realisiert diese Führung, indem es jedem „Work Hack“ eine Doppelseite widmet, auf der eine Beschreibung neben Bilder aus den Büroräumen gestellt wird. Kurz und prägnant wird der jeweilige Work Hack vorgestellt. Wenn man will, kann man also im Vorbeigehen einen Blick in das Buch werfen und mal eben eine Anregung mitnehmen.

Abgerundet wird das Buch mit Buchempfehlungen, in denen man mehr erfahren kann – wenn man denn will.

Eine Antwort für meinen Kollegen …

Ein Kollege hat mich mal nach einer Buchempfehlung gefragt, als ich mit Begriffen aus der Welt des agilen Arbeitens um mich geschmissen habe. Damals hatte ich keine Empfehlung, weil mir sowas wie ein Werk zum Einstieg fehlte. Zu fixiert auf bestimmte Modelle wie Scrum oder einzelne Methoden aus der agilen Toolbox waren die Bücher, die ich bis dahin gelesen hatte

„24 Work Hacks“ ist in Zukunft meine Antwort auf die Frage. Zwar erklärt es nicht alle von mir verwendeten Begriffe und sicher wird man danach noch andere Bücher lesen müssen, aber es ist eben (meiner bescheidenen Meinung nach) ein ideales Buch für den Einstieg: Eine Vorstellung von agiler und leaner Arbeitsweise in der Praxis.

Sicher wird nicht alles im Buch für jedes Unternehmen funktionieren. Aber das ist ja das schöne bei agilen Methoden: Man probiert einfach aus, was für einen funktioniert und macht das dann. Letzlich geht es ja darum Wert für den Kunden zu schaffen und eine Arbeitsumgebung, in der man arbeiten möchte.

Einziger möglicher Wermutstropfen: Mit 24,95 Euro ist das Buch mit seinem Umfang von knapp 60 Seiten nicht „billig“. Dafür ist es liebevoll gemacht, mit illustrierten Bildern und knackigen Texten. Ich habe es bestellt.

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