4 Anfängertipps in Bezug auf Retrospektiven

Gestern habe ich mal wieder eine Retrospektive veranstaltet, aber das erste Mal in einem Team, dem ich selbst nicht angehöre. In diesem Artikel beschreibe ich ein paar Dinge, die ich in Bezug auf Retrospektiven gelernt habe und für andere Anfänger nützlich sein könnten.

  1. Wenn ihr das erste Mal eine Retrospektive moderiert und noch nie andere Meetings aktiv moderiert habt, macht es am besten nicht im eigenen Team (also wenn ihr dort gleichzeitig mitarbeitet). Insbesondere wenn der Prozess Retrospektive auch noch dem Team fremd ist, ist es meiner Meinung nach schwer die Distanz zu wahren.

  2. Bevor ihr das erste Mal eine Retrospektive veranstaltet, macht euch mit ein paar Methoden zur Priorisierung, Abstimmung und Filterung vertraut, also sowas wie Thumbvoting, Dot Voting, Clustering … you get the idea. Ihr werdet es brauchen.

  3. Macht euch vor der Retrospektive bewusst, dass ihr Moderator seid und dass ihr diese Aufgabe auch erfüllen müsst und dürft. Das heißt: Obwohl ins Wort fallen generell verpöhnt ist und ihr für eine andere Gesprächsführung sollt: ihr dürft es, wenn erforderlich. Ihr sollt aber auch dafür sorgen, dass stillere Personen zu Wort kommen und Themen aus mehreren Perspektiven betrachtet werden.

  4. Timeboxen sind toll, Timeboxen sind nützlich. Macht Gebrauch davon und helft euch und dem Team damit, fokussiert zu bleiben. Persönlich finde ich es stellenweise sinnvoll, einzelne Aktivitäten innerhalb von Phasen zu timen, aber verlasst euch da nicht auf mich: sooo viel Erfahrung hab ich ja noch nicht. 😉

Viele wichtige Infos werden auch in „Agile retrospectives – Making good teams great“ (siehe Review) beschrieben. Macht euch aber auch klar, dass gerade Retrospektiven davon leben, dass man sie öfter macht und verabschiedet euch vom Perfektionsanspruch: es geht um’s Lernen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.