Retrospektiven – Eine Chance zum Lernen

In so manchem Artikel habe ich die Retrospektive als Meetingformat erwähnt. In „Warum wir Retrospektiven als produktive Zeit betrachten sollten“ habe ich sogar ein starkes Votum für Retrospektiven eingelegt. Aber was ist das eigentlich?

Reflexion im Team

Wie können wir effektiver werden? Eines der agilen Prinzipien ist, dass sich ein Team dieser Frage regelmäßig stellen sollte. Die Retrospektive ist eine Aktivität in Scrum, bei der es genau um diese Reflektion im Team geht, die in ähnlicher Form aber auch in anderen agilen Vorgehensmodellen existiert (etwa das Operations Review in Kanban).

Im Vergleich zu den klassischen „Lessons learned“ zeichnet sie sich vor allem durch Regelmäßigkeit aus.

In Scrum ist beispielsweise eine Retrospektive am Ende eines jeden Sprints vorgesehen. Dahinter steht der Gedanke, dass Erkenntnisse aus dem Projektverlauf idealerweise direkt ins Projekt zurückfließen sollen.

Aber bitte mit … Lösungsorientierung

An eine Retrospektive gibt es verschiedene Herangehensweisen. Im Allgemeinen empfiehlt sich aber ein zielgerichtetes, moderiertes Vorgehen und ein eindeutiger Fokus auf das Finden von Lösungen.

So setzt ein recht bekannter Ansatz auf fünf aufeinander aufbauende Phasen, in denen eine offene Gesprächsatmosphäre geschaffen, die Lage genauer ergründet und schließlich konkrete Maßnahmen entschieden werden sollen. Das Vorgehen wird von Esther Derby und Diane Larsen in ihrem Buch „Agile Retrospectives – Making good teams great“ beschrieben.

Dabei sollen durchaus auch negative Aspekte wie Schiefgelaufenes und negative Gefühle zur Sprache kommen. Nur das altbekannte „Blame Game“, also gegenseitige Schuldzuschreibungen, sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Schließlich will niemand mit schlechten Gefühlen aus einem Meeting rausgehen.

Aber etwas dazu lernen – das wollen wir doch fast Alle.

Weitere Informationen zum Thema findet ihr beispielsweise bei der Agile Alliance.

3 Gedanken zu „Retrospektiven – Eine Chance zum Lernen

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