Das agile Mindset

„Agile“ ist in aller Munde. Zumindest in der IT-Welt hat wohl mittlerweile jeder von Scrum & Co gehört. Doch was ist denn eigentlich „agile“ und ist das nur was für Softwareprojekte?

Gutes entsteht, wenn Menschen eng zusammen arbeiten

Seinen Ursprung nahmen agile Methoden in der Softwareentwicklung, doch die zugrundeliegenden Gedanken lassen sich auch auf andere Bereiche übertragen.

Wenn Menschen eng zusammen arbeiten, und dabei möglichst frei agieren können, ohne von einem Korsett von sklavisch zu befolgenden Prozessen eingeschnürt zu werden, können die besten Ergebnisse entstehen. Im Kern geht es also darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen ideale Arbeitsbedingungen vorfinden, um motiviert und im Sinne der Kundenzufriedenheit zu arbeiten.

Gemeinsame Werte statt Regeln

Statt strikter Regeln definiert das Agile Manifest eine Wertesystem, mit dem die Unterzeichner übereinstimmen:

  • Individuen und Interaktionen sind höher zu werten als Prozesse und Werkzeuge.

  • Funktionierende Ergebnisse mehr als Dokumentation

  • Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen

  • Reagieren auf Veränderung mehr als das (strikte) Befolgen eines Plans

Oft übersehen: Agile Prinzipien

Oft übersehen werden die agilen Prinzipien, die Kundenzufriedenheit zur obersten Priorität erklären, gleichzeitig aber auch dafür plädieren, Projekte um motivierte Individuen zu errichten und ein entsprechendes Arbeitsumfeld mit selbstorganisierten Teams zu schaffen. Ein Augenmerk liegt auch auf der Reflektion im Team: Wo stehen wir, wo wollen wir hin? Wo können wir ansetzen, um unsere Zusammenarbeit, aber auch unsere Ergebnisse zu verbessern? Es lohnt, den Text in vollem Wortlaut zu lesen, der im Übrigen auch in allen möglichen Übersetzungen verfügbar ist.

Im Grunde genommen steht hinter dem Manifest ein positives Mindset, dessen Aneignung sicher zum Wohle aller sein könnte. Weltverbessernd, wenn man so ein großes Wort wählen möchte.

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2 Gedanken zu „Das agile Mindset

  • 2. Mai 2018 um 10:29
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    hallo hallo

    ich (52, Architektin und projektmangerin) habe das mandat meines chefs (endlich) mich im Bereich design thinking, agil working, … wie auch immer weiter zu bilden. im tagesgeschäft berate ich Sparkassen in ihren Immobilien- und Workplace- Strategien. Hierzu initiiere und begleite ich zukünftig auch Workshops für neue Arbeitswelten. diese möchte ich gerne lebhaft gestalten und aus den menschen das ‚beste rausholen‘. haben sie einen tipp, wo ich mich hierzu ‚aus – und weiterbilden‘ kann? als Architektin ist mir design thinking nicht fremd, aber ein paar passende Werkzeuge bräuchte ich schon dringen… das hasso plattner Institut ist mir zu aufwändig bzw. zu speziell. ich suche eher einen hybrid – Workshop Leitung unter agilen Aspekten… äh oder so : )

    Antwort
    • 2. Mai 2018 um 22:17
      Permalink

      Hallo,

      danke für den Kommentar.

      Ich tu mich da leider schwer mit Ratschlägen, weil ich mich in diesem Bereich so gar nicht auskenne (über das Thema hab ich letztens noch nachgedacht) und zum Beispiel nicht weiß, ob es für die Arbeit im Architekturbereich Sinn macht ne Scrum-Schulung zu besuchen.

      Was ich generell empfehlen kann: rausgehen und bei entsprechenden Veranstaltungen den Austausch mit Menschen suchen, die sich auch damit beschäftigen. Bei einer Veranstaltung wie beim kürzlich stattgefundenen Agile Ruhr Camp liefen auch einige Leute rum, die nicht aus der IT kamen. Bei Meetup.com kann man zum Beispiel nach entsprechenden Meetups suchen.

      Soweit es um’s Mindset geht, finde ich es persönlich hilfreich, sich mit allgemeinerer Literatur auseinanderzusetzen: etwa „Human side of Enterprise“, „Wie Menschen sich organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen“ und sich in den verschiedenen Blogs zum Thema umzusehen ist auch immer sinnvoll.

      Was die Gestaltung von Workshops angeht: Visual Facilitating, Workshop Facilitating / Moderation et cetera könnten vielleicht interessantes Schlagworte sein, hab da jetzt aber leider keine spezifischeren Ressourcen zur Hand.

      Hoffe, das hilft ein wenig weiter.

      Gruß
      Patrick

      Antwort

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